Der Autor

Mein Name ist Karsten Reisdorf. Politisch interessiert bin ich eigentlich schon, seit ich komplexe Gedankengänge halbwegs nachvollziehen kann – böse Zungen behaupten entweder, dass ich sogar schon länger politische Meinungen äußere oder die entsprechende Fähigkeit bis heute nicht erworben hätte. Mein erster Kontakt zur Parteipolitik fand mit 18 Jahren statt, als ich in den SPD-Ortsverein meines Heimatortes eintrat. Dort hielt es mich nicht lange, was vor allem daran lag, dass ich als einziges Mitglied erheblich jünger war als das damalige Rentenalter von 65 Jahren.

Sieben Jahre später war es die erfrischende FDP-Kampagne im Landtagswahlkampf 2000, die mich erneut für Parteipolitik interessierte. Ein, wenn auch kurzes, persönliches Gespräch mit dem damaligen Spitzenkandidaten Jürgen Möllemann tat sein Übriges, um mir den Eindruck zu geben, in der FDP würde besonders intensiv auf die Basis – und hier auch auf die jungen Menschen – gehört. Die nachfolgenden Querelen innerhalb der Partei, womit ich sowohl Möllemanns grenzwertige Äußerungen zum Nahostkonflikt als auch das seltsame Verhalten des übrigen Spitzenpersonals meine, brachten mich dazu, mich bei Kleinparteien umzusehen, von denen ich mich allerdings nach einiger Zeit kopfschüttelnd abwandte.

Nach meinem Umzug ins Rheinland beschloss ich, mich wieder in einer ordentlichen Partei zu engagieren, und trat erneut der FDP bei. Trotz aller Magenschmerzen bin ich hier auch heute noch Mitglied, auch, wenn sich meine eigenen Überzeugungen und das offizielle Handeln und Auftreten meiner Partei leider in diametral entgegengesetzte Richtungen entwickeln. Aber man ist schließlich nicht nur in einer Partei, um deren Kurs in jeder Hinsicht zu unterstützen, sondern auch, um seine eigenen Überzeugungen mit einzubringen – und einige Parteifreunde, die ebenfalls eher in einer sozialliberalen Richtung denken, halten mich nach wie vor in der FDP.

Am 31. Oktober 2010 endete aber zum zweiten und sicher auch letzten Mal meine Mitgliedschaft bei den Freien Demokraten. Ich werde dieser Partei weiterhin positiv gegenüberstehen, aber Mitglied kann ich nicht mehr bleiben. Mehr dazu unter Gedanken auf dem Weg nach draußen.

Seit 2004 blogge ich nun schon – die ersten zwei Jahre in einem eigenen Blog, der “Liberalen Stimme Online”, von 2006 bis 2010 bei den “Bissigen Liberalen Ohne Gnade”, und von nun an hier, wieder in einem eigenen Blog. “Links und Liberal” wird im Gegensatz zu BLOG (wo zunächst ein sehr breites liberales Spektrum herrschte, der sozialliberale Part aber immer kleiner wurde) ein dezidiert sozialliberales Projekt sein.

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